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Insel der Götter – Zypern

am Montag, 02 Februar 2015. geschrieben in Aktuelles, Reiseberichte

Zypern ist bekannt für Schönheit. Die Göttin Aphrodite soll aus dem Meer gestiegen und dort an Land gegangen sein. Wer dort badet, der hat angeblich ewig Glück. Außerdem gibt es Wanderwege, die nach den Göttern benannt sind. Im Troodos-Gebirge gibt es sowohl den Aphrodite- als auch den Adonis-Wanderweg, welche vorbei an alten Tempeln durch das Gebirge führen. Auch weitere kleine Wanderwege führen durch die Berge, zu Wasserfällen oder kreuzen den europäischen Fernwanderweg E4, welcher von Lanarca nach Paphos führt.

Mich führt zu allererst einmal eine Hochzeit nach Zypern und ich merke, dass das auf der Insel ein eigener Wirtschaftszweig zu sein scheint. Überall steht, dass Restaurants die Räumlichkeiten auch für Hochzeiten vermieten und Hotels ihre Innenhöfe sperren und eine Hochzeit vorbereiten würden. So komme ich nicht nur in den Genuss der Hochzeit, deren Gast ich bin, sondern sehe auch eine Menge anderer Brautpaare, insbesondere bei den schönen Klippen bei Aiya Napa und den weißen Stränden nebenan.

Dort sieht man gestaffelt Paare stehen, die darauf warten, dass sie zum schönen Motiv kommen und ein Foto geschossen wird. Die Steilküste ist tatsächlich sehr beeindruckend und darin umher zu klettern und Höhlen zu finden während unter einem die Gischt spritzt, ist abends sehr erfrischend.

So entdecke ich zuerst die Küste und die Küstenstädte. Die Strände sind voller Liegen und Sonnenschirme und dahinter reiht sich ein Hotel an das nächste. Cafés und Geschäfte kann man von der Promenade aus besuchen und die Altstädte locken mit Kirchen und schöner Architektur, sowie Museen und lauter Souvenir-Shops. Lanarca scheint mir eher wie ein Durchgangsort oder nur der Platz zum „am Strand liegen und entspannen“. Von hier kommt man allerdings mit dem Bus in viele Gegenden und Städte und Busfahren ist günstig und geht schnell.

So führt es mich über Lemesos mit einem Museum über den zypriotischen Wein nach Paphos zu den Jahrtausend alten Mosaiken und Königsgräbern. Die Mosaike sind erstaunlich gut erhalten und gut restauriert. Besonders beeindruckend ist die anatomische Genauigkeit der Figuren. Muskeln werden sehr spezifisch auf den Figuren dargestellt und das so genau, wie ich es aus beispielsweise mittelalterlichen Darstellungen nicht kenne. Sie erzählen Geschichten der Götter und Menschen und auch im alten Amphitheater ertönt Musik und eben diese Geschichten erwachen wieder zum Leben.

Weiter geht es Richtung Norden. Die Sonne brennt und auch im Meer finde ich nur wenig Abkühlung. Der Sand ist heiß und man mag kaum barfuß laufen.

Zum Glück geht es weiter zu einem schattigeren Ort: der Avagas-Schlucht. Einzigartig in der Flora sieht man dort viele spannende Pflanzen und begleitet vom Plätschern des Wassers klettert man über Steine und watet durch den Bach um immer tiefer in die Schlucht zu gelangen. Schatten umfängt einen dort. Erfrischende Kühle und zauberhafte Wasserreflektionen an den steil aufragenden Wänden. Es tut gut, das kühle Wasser an den Füßen zu spüren, das Geräusch zu hören und im Schatten die Ruhe des Ortes zu genießen.

Mein Weg führt mich weiter, nun ins Gebirge hinein. Der Olympos, der höchste Berg auf Zypern mit 1952m lockt mit einer großartigen Aussicht. Das klare, wenn überhaupt nur leicht diesige Wetter am Horizont lässt einen über das Gebirge schauen und eine frische Brise in der Hitze genießen. Ganz in der Nähe liegt auch das Kykkos-Kloster, wohin es mich zieht.

Es ist das reichste Kloster Zyperns, mit einer Menge Ländereien verteilt auf der gesamten Insel (zumindest auf dem griechischen Teil). Voller Prunk und Schmuck lockt es Touristen aus unterschiedlichsten Teilen der Welt und in lila Umhänge gekleidet laufen diese durch die Klostergebäude und man sieht Verzierungen aus Massen an Gold und Malereien ebenfalls glitzernd und funkelnd an den Wänden. Das Kloster hat der Regierung viele Ländereien verpachtet und somit eine gewisse Abhängigkeit geschaffen, was Politik und Kirche betrifft. Doch trotz des Prunkes leidet auch dieses Kloster unter der Finanzkrise und muss Leute entlassen und will immer mehr um eine höhere Anerkennung der Kirche in Zypern kämpfen, wobei immer weniger Leute gläubig werden.

Im Troodos-Gebirge geht es weiter zu den Kaledoniafällen. Es gibt extra einen Wanderweg, um diese knapp 15m hohen Fälle zu sehen. Kühles Nass ergießt sich in die Tiefe und der gerade mal 2 Stunden dauernde Wanderweg lädt immer zu diesem kurzen Umweg ein.

Abends entschließe ich mich in Omodos zu bleiben, einem kleinen Dorf mit einer Menge Restaurants, in denen man den Hauseigenen Wein genießen kann und auch manchmal die Herstellung begutachten darf. Viele freundlich Menschen begegnen einem und Musik ertönt Nachts aus den Häusern, denn zumeist geht das Leben im Hochsommer eher Abends los, wenn eine brise für Abkühlung sorgt und die Temperatur gesunken ist. Dann wird raus gegangen und getanzt, Meze gegessen (ein Gericht mit unglaublich vielen Gängen und Geschmäckern) und Wein getrunken. Eine gelöste, entspannte Stimmung erfüllt die Luft.

Weiter geht es von dort nach Lemesos und mit dem Bus nach Nikosia, der letzte geteilten Hauptstadt Europas.

Die Sternförmig gebaute Altstadt ist perfekt zum Rumschlendern und längeren Verweilen. Von dort aus kann man auch in den türkischen Teil kommen. Leider erlaubt mir die Zeit nur einen kurzen Besuch auf der türkischen Seite und nicht mehr. Es ist gerade Rhamadan, weshalb es tagsüber eher ruhig ist, wenn der Muezzin zu den Gebeten aus den Minaretten ruft. Jungs spielen Fußball und man sieht, wahrscheinlich auch der Hitze geschuldet, nur wenige Leute. Direkt hinter der Grenze liegt - wie ein Paradoxon - das UN-Hotel. Die Republik erkennt den türkischen Teil Zyperns nicht an und wer dort mit dem Flugzeug landet und dann versucht über die Grenze zu kommen, muss wohl manchmal komische Interviews führen, da man dann illegal auf Zypern eingereist sei. Es ist sonderbar zu sehen, wo das Geld hinfließt und wo nicht und wie viel Wert auf Grenzen gelegt wird.

Auch ich werde nun wiedermal eine Grenze überqueren und mich weiter weg begeben von der Insel und nach Israel reisen. Zypern werde ich vielleicht mal wieder sehen und mir mehr Zeit nehmen, dann allerdings zu angenehmeren Temperaturen im Frühling.

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